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Stillen und die Partnerschaft

Die meisten (Ehe)Männer bekommen ja schon während der Schwangerschaft eine Idee davon, dass sich das Leben künftig auf eine Art verändern wird, die sie sich vielleicht doch nicht so ganz vorstellen können.
Sie bemerken, dass sich Vieles ändert, vor allem aber ihre Frau. Und zwar nicht nur im Umfang ;-)

Und das ist gut so!

 

Denn je höher die Bereitschaft der (werdenden) Väter ist, offen für alle notwendigen Veränderungen zum Wohle von Mutter und Kind zu sein, desto größer sind die Chancen, partnerschaftliche Harmonie auch in einer (langen) Stillbeziehung zu leben.

Ob das Baby gestillt wird und wie lange diese Stillbeziehung dauert, entscheiden Mutter und Kind.
In vielen Fällen werden vor allem in der ersten sensiblen (Still)Zeit mit dem Baby archetypische Rollenbilder übernommen. Die Frau als Hausfrau und Mutter, der Vater als Beschützer und Verdiener (selbstverständlich bestätigen in der heutigen Zeit schon immer mehr Ausnahmen diese Regel!).

Und trotz allem gleich berechtigenden Gedankengutes ist diese traditionelle Verteilung vielleicht gar nicht so schlecht.
Gibt sie doch der Frau viel Raum ihre mütterliche Intuition und Kreativität zu pflegen, für das Baby rund um die Uhr da zu sein und nicht im stressigen Arbeitsalltag das Versiegen der mütterlichen Milchquelle zu riskieren.

Solange Väter diese Rollenverteilung nicht irrtümlich als (geheimen) Machtanspruch interpretieren und missbrauchen (nach dem Motto: Wer das Geld verdient, bestimmt) und die Frau in ihrer Rolle als Mutter und Ernährerin respektieren, schützen und achten, und ihr von Herzen ein bisschen Ruhe und Erholung von den Strapezen der Schwangerschaft, Geburt und ersten Stillzeit gönnen, kann sich die kleine Familie nun langsam neu orientieren.

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Gib mir deinen Körper zurück!
Für viele Männer ist es nicht so einfach, über einen längeren Zeitraum die eigenen Ansprüche an Zuwendung, Aufmerksamkeit und Sexualität hinter jene des Kindes zu stellen. Das väterliche Innere Kind kann hier ganz schön rebellisch werden und eifersüchtig auf das Baby schielen. Hier kann sich ein großes Entwicklungspotenzial für die Väter, wie auch für die Paarbeziehung auftun.

Denn: Für viele Frauen ist es ebenso schwierig, sich in der neuen vielfältigen Rolle zurecht zu finden: Grade noch in sinnlicher Umarmung mit dem (Ehe)Mann kann es schon im nächsten Moment zu einem gewaltigen Milcheinschuss kommen, weil das Baby weint ...

Es braucht Zeit, sich auf dieser Gratwanderung das eigene Plätzchen zu suchen und jede Frau hat hierbei ihr völlig individuelles Tempo.

Patentrezepte gibt es keine, um diesen Übergang von Paarbeziehung zum Eltern(+)paar zu meistern. Doch Verständnis, Respekt und Offenheit sind wohl die Werkzeuge, mit denen eine Krise in dieser Lebensphase zu bewältigen ist.

 

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Autorin:
Lilly Dippold

Persönlichkeitsanalyse
Psycholog. Astrologie, Aromatherapie

2 1/4 Jahre Stillbeziehung mit Laura Violetta

 
Foto © Dippold.
 
© Baby-Boom 2005 - 2006 - Alle Angaben ohne Gewähr

 

 

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