Die Intimität und das Geborgensein, für den Geburtsprozess von großer Bedeutung, ist für viele Frauen im Wasser am besten gegeben. Bei kräftigen Geburtswehen werden diese von den Frauen als weniger schmerzhaft empfunden.
Die Abstände zwischen den Wehen werden länger und somit auch die Ruhepausen. In den Wehenpausen kann sich die Frau vom Wasser tragen lassen und neue Energie schöpfen. Das Gewebe wird im Wasser besonders weich, die Elastizität gefördert und der Damm geschont. All dies verringert somit auch die Geburtsdauer.
Wird ein Kind von seiner Mutter in das Wasser geboren, schützt der sogenannte "Diving-Reflex" vor einer Aspiration (dem Einatmen unter Wasser). Es ist gut vorstellbar, dass der Übergang vom Fruchtwasser in dasselbe Element für das Baby sanfter ist. Wir konnten erleben, dass viele Geburten im Wasser einfach passieren, weil die Frauen den Geburtsvorgang geschehen lassen. Die Hebammen des Geburtshauses können auf eine durchschnittliche 15-jährige Erfahrung in der Betreuung von Unterwassergeburten zurückblicken.
Ein paar Zahlen:
Beim "underwater-birth-congress" in London 1996 konnte man schon auf 19.000 dokumentierte Unterwassergeburten weltweit zurückblicken. Im Geburtshaus Nussdorf kamen 10 -15% der Kinder unter Wasser zu Welt.
Quelle: Geburtshaus Nussdorf r
Viele Frauen wünschen sich eine Wassergeburt - nicht immer ist sie letztlich auch wirklich möglich, selbst wenn die äußeren Umstände dafür - Arzt und Hebamme sind kundig und begrüssen diese Möglichkeit auch - sprechen. Manchmal sind die Wehen nicht stark genug, der Entspannungsfaktor im Wasser zu hoch und damit für den Geburtsverlauf kontraproduktiv.
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