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Kinderernährung nach der TCM

Die ersten sieben Jahre festigen das Verdauungsfeuer

Unsere Kinder kommen mit einem unfertigen Verdauungssystem auf die Welt. Nach der TCM dauert es sogar die ersten 7 Jahre, bis das Element Erde (also Magen und Milz-Bauchspeicheldrüse) ausgereift ist und der in der Erde verwurzelt sind.

Diese ersten sieben Jahre Ernährung entscheiden oft, ob der Mensch in Zukunft ein robustes Verdauungssystem hat oder nicht.
Sie sehen, wie wichtig es daher ist, unseren Kindern in den ersten sieben Jahren kindgerechte Ernährung zu geben.

 

Kindgerechte Ernährung nach der TCM
Solange Kinder noch keinen fremden Einflüssen ausgesetzt sind, ist es noch einfach. Wenn sich die ganze Familie nach den Grundsätzen der TCM ernährt, werden auch die lieben Kleinen essen, was auf den Tisch kommt.

Sobald aber Einflüsse von Kindergarten, Tagesmutter & Co einfließen, geht es meist schon mit der Jause los: Milch mit Cerealien, Nutellabrot und Milchschnitte.

Dass die Kinder oft mit dem Eintritt in den Kindergarten ein ganzes Jahr kränkeln, ist zum Teil auf eine ungesunde Ernährung zurück zu führen. Ungesund im Sinne der TCM heisst: Zitrus- und Südfrüchte im Winter, Süßigkeiten, zuviel Milch und Milchprodukte und viel zu wenig gekochtes Getreide. Zuviel Tiefkühlnahrung und zu viel Mikrowellenkost.

Ein tägliches Getreidefrühstück mit ausreichend lange gekochtem, saftigem Getreide reicht oft aus, um den Kinder eine Rotznase zu ersparen. Damit kann man gut starten, später "arbeitet" man sich dann auf zwei Getreidemahlzeiten pro Tag hinauf.

Es sind nämlich nicht die Schnupfenviren oder Bakterien vom Nachbarkind, die es krank machen, sondern das eigene Essverhalten bereitet den Boden vor, auf dem sich diese krankmachende Erreger vermehren können.

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Kindgerechte TCM-Ernährung in Kürze:

Nicht essen sollten Säuglinge und Kleinkinder:

  • Fruchtsäfte (eiskalt schon gar nicht), sie sind zu süß und zu kalt und machen Feuchtigkeit und Schleim
  • Brot, es schadet der Milz und macht Feuchtigkeit und Schleim.
  • Rohes Gemüse
  • viel Käse, Süßes, Eis

Essen sollten Säuglinge und Kleinkinder:

  • Basis: Gekochtes Getreide
  • Dazu: Gekochtes Obst und Gemüse
  • Dezent: Wenig und gekochte Milchprodukte und tierisches Eiweiß
  • Als Tüpfelchen auf dem i: Fette, Öle und Süßigkeiten

Kochen kontra Vitamine?
Auf die oft gestellte Frage, was denn mit den Vitaminen passiere, wenn man die Lebensmittel länger koche, gibt es zwei Antworten.
Einerseits arbeitet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit Energie und geht davon aus, dass die Energie von der Flamme des Herdes in die Speise eingeht (wast auch tatsächlich spürbar ist!).

Die andere Antwort kommt von US-Kinderarzt Bob Flaws: Ein schwaches Verdauungsfeuer kann aus einer rohen Karotte, die 80% Vitamine hat, ungefähr 10% verwerten, ehe sie ausgeschieden wird. Eine gekochte Karotte, mag sie nur mehr 20% haben, kann zu 100% verwertet werden, weil sie nicht mehr mühsam und unter Einsatz körpereigener Energien "gekocht" werden muss.

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Früherkennung: kindliche Ausscheidung beobachten

Der amerikanische TCM-Kinderarzt Bob Flaws schreibt in seinem Buch "Chinesische Heilkunde für Kinder"über die Entstehung von Erkältungskrankheiten bei Kindern (und das gilt natürlich auch für Erwachsene!) folgendes: “Ein breiiger Stuhl ist das erste Anzeichen, dass das Kind auf Grund falscher Ernährung krank wird. Meist sind Zucker, Süßigkeiten, Obstsäfte, fette, ölige Speisen oder auch kaltes Essen oder Getränke aus dem Kühlschrank die Übeltäter. Sollte also der Stuhl breiig werden, weil es zuviel von diesen Speisen genossen hat, muss man als erstes diese Nahrungsmittel aus dem Speiseplan streichen. Ist einem der breiige Stuhl als erstes Indiz einer möglichen Erkrankung nicht aufgefallen, ist das zweite Alarmsignal oftmals eine vermehrte Absonderung in der Nase...

... und daraufhin ernährungsmäßig eingreifen: Reine, gekochte und warme Speisen, auf keinen Fall zuckerhaltige Lebensmittel, Süßigkeiten, Milchprodukte oder saure, rohe, kalte oder eisgekühlte Speisen...“

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Autorin:
Eva Laspas

TCM-Ernährungsberatung
 
© Foto: privat.
© Baby-Boom 2005 - 2006 - Alle Angaben ohne Gewähr

 

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