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Grundbedürfnisse des Babys

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Es ist nicht viel, was ein Baby braucht, und doch scheint nicht immer ganz eindeutig zu sein, welche Bedürfnisse es hat. Und wie wichtig es für die gute körperliche und seelische Entwicklung eines Kindes ist, dass diese Bedürfnisse befriedigt werden.

Vielfach wird für Babyausstattung viel Zeit und Geld aufgewendet, wenngleich es dem Neugeborenen reichlich gleichgültig ist, ob es in Jacadi-Bettwäsche schlummert, oder von Omas alter selbstgestrickter Decke warm gehalten wird.

Viel wichtiger aber ist für das Kind, in jedem Moment seines jungen Lebens zu spüren, dass es angenommen ist, geliebt wird und herzlich willkommen ist.

Machen wir in unseren Familien Platz für ein Baby, gehört es zu unserer elterlichen Verantwortung und Pflicht, für die Befriedigung der kindlichen Grundbedürfnisse zu sorgen.

Dazu gehören:

das Bedürfnis nach Nahrung
also das Saugen, wie der Name schon sagt. Kaum geboren, nach einer unglaublich anstrengenden Reise, wird ein Baby meist augenblicklich auf die mütterliche Brust reagieren und sich an der wichtigen Vormilch (Kolostrum) laben. Zweifellos ist die Muttermilch auch in den folgenden Monaten das Beste, was einem Baby angeboten werden kann. Stillt das Stillen doch gleichzeitig auch andere wichtige Bedürfnisse ab!
Natürlich kann es die unterschiedlichsten Gründe geben, warum ein Baby nicht gestillt wird, dann ist es schön, wenn Sie mit dem Kind auch beim Fläschen füttern eine besonders intime Atmosphäre schaffen.

das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung
Säuglinge und Kleinkinder brauchen Geborgenheit, körperliche Nähe und das Gefühl des Angenommenseins für eine gute seelische und körperliche Entwicklung. Längst beweisen Studien, dass die psychische Vernachlässigung von Babys (also das reine Befriedigen von Hunger, Durst und körperlicher Hygiene, wie dies beispielsweise oft bei Heimkindern der Fall war/ist) fatale Auswirkungen auf deren Entwicklung hat (Largo).

Das erste Lebensjahr eines Kindes ist in vielerlei Hinsicht ein entscheidendes: Erst im Laufe dieser Zeit, werden seine wesentlichen physischen und neurophysiologischen Prozesse umgestellt sein, nie mehr in seinem Leben wird es eine dermaßen große und rasche Entwicklung auf allen Ebenen durchleben (Boyesen). Der Grundstein für alle weitere körperliche, emotionale und psychosexuellen Entwicklungen in seinem Leben wird in diesen ersten zwölf Monaten gelegt.

Umso erstaunlicher, dass es immer noch Diskussionen darüber gibt, ob man ein Baby nicht ruhig mal schreien lassen soll, ob man es ihm nicht gleich mal abgewöhnen soll, sehnsüchtig nach der elterlichen Wärme und Geborgenheit des Familienbettes zu schielen, ob man es nicht zu sehr "verwöhnt", wenn man es ständig im Tragetuch mit sich trägt ...

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das Bedürfnis nach Schutz
Schutz vor Kälte oder Hitze, vor Verletzungen und vor Säbelzahntigern (Heizinger). Vor allem aber auch Schutz vor den vielen gut gemeinten Ratschlägen in der Umgebung ...

das Bedürfnis nach Pflege
Dass das Baby sauber gehalten, frisch gewickelt, gebadet und (später mal) gekämmt werden muss, etc. gehört meist zur eher übertriebenen und überbewerteten Form der Bedürfnisbefriedigung. Ein Neugeborenes täglich zu baden, schaden dem Säureschutzmantel seiner zarten Babyhaut sehr viel mehr, als es ihm nützt, zumal kleine Babys ja nicht wirklich schmutzig werden.
So ist es auch nur selten nötig, die geballten Fäustchen von jungen Babys aufzufalten, um ihnen im üblicherweise nicht ungefährlichen Unterfangen die Fingernägel abzuschneiden, denn diese sind ohnehin noch sehr porös und lösen sich meist von selbst mit ein wenig zärtlichen Zupfens in einer entspannten Stillpause.
Auch was die Pflegeprodukte für Babys betrifft, könnte allgemein sparsamer damit umgegangen werden, denn Pflege im kosmetischen Sinn benötigt ein Baby nicht. Den wunden Po mit einer sanften Ringelblumensalbe homöopathisch dünn einzucremen kann gelegentlich nötig werden, aber vom täglichen Eincremen, -ölen oder gar -pudern kann nur abgeraten werden.

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das Bedürfnis nach Ruhe
Das Baby hat eine anstrengende Reise hinter sich und macht, siehe oben, in seinem ersten Jahr eine ebensolche Entwicklung durch. Deshalb hat es auch das Recht auf erholsame Ruhephasen, wie lange diese auch immer sein mögen. Wie jeder Mensch, muss auch das Baby die Möglichkeit zum leisen Rückzug haben, darf ungestört sein, wenn es dies möchte.


Wenngleich alle Babys diese Grundbedürfnisse haben, so ist es dennoch eine Frage des individuellen Wesens, des kindlichen Temperaments, wie stark das jeweilige Bedürfnis ist. Deshalb sind jegliche generellen Empfehlungen nicht möglich. Manche Kinder schlafen viel, andere deutlich weniger, manche lieben es getragen zu werden, andere beruhigen sich erst, wenn man sie ins Bettchen legt.

Ihre Beobachtungsgabe wird sich mit jedem Tag des Zusammenlebens mehr schärfen. Vertrauen Sie im Umgang mit ihrem Baby einfach auf ihre mütterlichen und väterlichen Instinkten, die umso mehr anwachsen, umso bereiter Sie dafür sind!

 

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Autorin:
Lilly Dippold

Persönlichkeitsanalyse
Psycholog. Astrologie, Aromatherapie
 
© Foto: privat.
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