Spätsommer und Herbst locken mit bunten Beeren und Früchten, die meist gerade auf Kinder große Anziehungskraft haben. Wenn Sie stolze Gartenbesitzer sind, macht es durchaus Sinn, sich rechtzeitig über die Gewächse in ihrem un des Nachbars Garten zu informieren.
Pflanzenvergiftungen kommen fast ausschließlich bei Kindern bis zum Ende des Volksschulalters vor, doch jährlich sterben 30 bis 50 Kinder an vermeidbaren Vergiftungsunfällen oder erleiden schwere Spätfolgen. Wegen diverser Vergiftungen werden jährlich fast 200.000 Menschen im Krankenhaus behandelt.
Welche Pflanzen in heimischen Gärten sind giftig?
Aronstab, Efeu, Eibe (zerkaute Samen und Nadeln), Eisenhut, Engelstrompete (Datura), Fingerhut, Goldregen (v.a. Schoten und Samen), Herbstzeitlose, Thuja, Oleander, Christrose, Pfaffenhütchen, Rhododenron-Arten, Wolfsmilch-Arten, SeidelbastartenMaiglöckchen und Stechapfel und -palme, Schierling, Wandelröschen (Lantana) sind giftig bis sehr giftig.
Ungefährlich und ungiftig sind:
Berberitze, Blutpflaume, Felsenbirne, Feuerdorn, Fuchsie, Hartriegel, Judenkirsche, Kornelkirsche, Mahonie, Rotdorn, Weißdorn, Zierapfel, -kirsche und -quitte, Deutzie, Flieder, Forsythie, Gänseblümchen, Grünlilie, Hibiskus, Pfeifenstrauch, Rosen, Veilchen.
Leichte Symptome wie Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall können eintreten, wenn Ihr Nachwuchs größere Mengen von Eberesche/Vogelbeere, Edelwicke, Geißblatt-Arten, Heckenkirsche, Zwergmispel, Schnellball-Arten, Liguster oder Eicheln verdrückt.
Wie erkennen - was tun?
Meist äußern sich Vergiftungen mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfällen. In besonders schweren Fällen können Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und sogar Krampfanfälle und Schock folgen. Bei allen Pflanzenvergiftungen sollten die Kinder am besten sofort zum Arzt oder in die nächste Klinik gebracht werden.
Wenn es Ihnen möglich ist, bringen Sie Teile der betreffenden Pflanze oder Früchte mit, am besten nicht nur einzelne Blätter oder Früchte sondern ganze Zweige. Dies erleichtert dem Arzt eine genauere Diagnose.
Klarheit über Giftigkeit eines Stoffes und Erste Hilfe-Tipps erhalten Sie bei der Vergiftungszentrale. Die Telefonnummer sollte am besten in Ihrem Handy eingespeichert oder deutlich sichtbar beim Telefon aufgeschrieben sein. Denn im Notfall muss es schnell gehen!
Vergiftungsinformationszentrale Österreich: 01 40 64 34 30
[DAK, Institut für Elternbildung - Foto: DAK/Wigger]
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