Rund um die Taufe
Zweifellos, die Taufe ist das erste große Fest für das Baby. Aber woher kommen all die Bräuche und was gibt es für die Eltern zu tun? Wir haben für Sie hier alles rund um die Taufe zusammengetragen:
Bevor Jesus in den Himmel aufgefahren ist, verabschiedet er sich mit einem Auftrag von seinen Jüngern: „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28,19)
Die Taufe ist das erste der sieben Sakramente der katholischen Kirche und steht für die Aufnahme von Gott im Kinde. In die Liebe Gottes wird das Kind symbolhaft hineingetaucht - daher kommt das Wort "Taufe" - und bildet damit den "offiziellen" Beginn der christlichen Beziehung im katholischen Sinne.
Der Ablauf einer Taufe und die Symbole
Nachdem sich Eltern, Pate und der "Taufwerber" namentlich vorgestellt haben, bitten sie um die Taufe und erklären sich bereit, das Kind im Glauben zu erziehen. Im Rahmen des darauffolgenden Taufgottesdienstes erhält das Kind die Taufweihe, sein Köpfchen wird dreimal mit Wasser begossen, in Anlehnung an das ursprünglich dreimalige Untertauchen mit dem Kopf unter Wasser.
Die Salbung mit Chrisam in Erinnerung an Christus den Gesalbten, das weiße Taufkleid, das für Reinheit, Unschuld und Freude steht, und die Taufkerze, eigentlich die Osterkerze, als Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, der das Dunkel der Welt und auch des persönlichen Lebens hell macht, zählen zu den christlichen Symbolen der heiligen Taufe.
Nach einem abschließenden gemeinsamen Vater Unser ist die Taufe beendet.
Auch in der evangelischen Kirchengemeinde wird das Kind mit der Taufe aufgenommen, aber es gibt diesen Brauch nicht in allen Konfessionen: So kennt beispielsweise der Islam keine Taufe, denn er geht davon aus, dass jeder Mensch im Zustand der Reinheit und ohne Sünde (und als Muslim) geboren wird. Auch im Buddhismus gibt es dieses Aufnahmeritual nicht, hier reicht es, sich der Religion zugehörig zu fühlen und nach ihren Regeln zu leben.
Patenschaft
Für viele junge Eltern wirft diese Frage viele Überlegungen auf: Wer ist am besten als Taufpate oder Taufpatin geeignet?
Die Aufgabe der Paten ist Begleitung des Taufkindes in seiner menschlichen und religiösen Entwicklung. Früher hatten die Taufpaten die Fürsorgepflicht für ein Kind, wenn den Eltern etwas zustieß. Das heutige Patenamt berechtigt aber nicht mehr zur Übernahme der Vormundschaft.
In der katholischen Kirche behalten die Paten ihre Aufgabe ein Leben lang, in der evangelischen Kirche endet die Patenschaft mit der Konfirmation.
Feier ja, Religion nein?
Immer mehr junge Menschen entwickeln eine kritische Haltung zu den traditionellen Religionen oder möchten ihr Kind mit einer Taufe nicht religiös zwangsverpflichten, sondern die Entscheidung ihrem Kind für später offen lassen. Trotzdem ist das Bedürfnis eines feierlichen Empfangs für das Baby da.
Hier bietet sich das Namensfest als schönes Ritual an: Gestalten Sie selbst eine liebevolle Feier für ihr Baby im Kreise von Familie und lieben Freunden. Wenn Sie das möchten, können Sie auch dieses Fest sehr feierlich gestalten und auch hier einen Paten/eine Patin nominieren. Mit Musik, schönen Sprüchen, feierlichen Reden, Kerzenlicht und allem, was für Sie an Symbolik richtig ist, können Sie die Ankunft Ihres Babys zusammen mit Ihren Lieben feiern.
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[Stephanscom.at, Evang1.at, Wikipedia, Weltreligionen - Foto: PC]
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