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Christiana (Feb. 1981), Katharina (Nov. 1982), Matthias (Aug. 1984)

Mein 1. Kind kam im Trubel von Studiumsbeginn, Heirat und Umzug in die gemeinsame Wohnung zur Welt. Das heißt, ich hatte nicht viel Zeit für die Vorbereitung, es ging mir gut (ich war ja noch sehr jung, grad mal 18 ½) und das Leben war aufregend.

Zu dieser Zeit gab es die ersten zwei Spitäler Lainz und Semmelweis mit „Rooming-In“ – das heißt, man durfte untertags sein Baby bei sich haben.

Da meine Tante Kinderärztin auf der Entbindungsstation in Lainz war, war die Entscheidung klar. Eine Woche vorm Termin ging es los mit leichten Wehen am Nachmittag. Am Abend kam ich dann ins Spital (mein auch sehr junger Ehemann hatte Angst vor der ganzen Sache und wollte mich nicht begleiten, außerdem war Mann bei der Geburt zu der Zeit noch eine wahre Seltenheit ) – also ging es mir emotional nicht sehr gut, ziemlich verlassen.

Die Wehen gingen gut voran, leider war das Fruchtwasser nicht in Ordnung. Also wurde schnell ein Dammschnitt gemacht und am Sonntag morgen um 1.15 war Christiana endlich da !

Sie wurde mir kurz in den Arm gelegt und ich staunte über dieses besonders hübsche, unzerknautschte Baby! Danach bekam ich Vollnarkose für die Naht. Am Sonntag war sie noch im Kinderzimmer (damals so üblich am ersten Tag) und ab Montag konnte ich mich endlich meiner Kleinen widmen, sie stillen, wickeln und in den Schlaf wiegen!

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Beim 2. Kind gab es schon mehr Informationen über sanfte und natürliche Geburt. Ich war gerüstet, wollte bei den Wehen herumlaufen und mein Baby danach „schmutzig“ auf den Bauch gelegt bekommen. Allerdings kam es dann doch etwas anders, da ich einen leichten Blasensprung hatte vor Wehenbeginn. Ich musste alle Vorbereitungen im Liegen absolvieren. Die Geburt war in 2 ½ Stunden vorbei und für kurze Zeit haben sie mir meine kleine Katharina auf den Bauch gelegt (wenn auch mit großer Überwindung ;-)) seitens des Personals) und ich konnte ihr selig in die dunklen Augen schauen.

Lustiges Detail bei der 2. Geburt: ich hatte von der ersten Geburt den Dammschnitt in schlechtester Erinnerung, vor allem die langwierige Heilung danach und das schmerzhafte Klogehen! Ich habe gleich zu Beginn der Hebamme, die zufälligerweise dieselbe wie beim 1. Kind war, gesagt, sie soll auf meinen Damm achten, ich möchte auf keinen Fall wieder geschnitten werden (was ja routinemäßig der Arzt gemacht hat). Und es hat wunderbar geklappt, keine Probleme, kein noch so kleiner Riss!

Nichts desto trotz, mein Entschluss für die 3. Geburt stand fest: Es wird eine Hausgeburt. Einerseits animiert durch eine gute Freundin (gebürtige Holländerin), die ihre 3 Kinder zu Hause bekommen hat, andererseits unzufrieden mit der Situation im Spital, was das miserable Essen, die Bevormundung durch das Personal, und die Besuchszeiten für die Familie betraf, und nicht zuletzt wegen meinem Mann, der dann einfach dabei sein musste ;-)))

Wir haben eine tolle Hebamme gefunden. Es gab zum richtigen Zeitpunkt im Geburtsvorbereitungskurs das Thema: Was macht der Mann, wenn die Hebamme zu spät kommt. Und da erzählte auch gleich brühwarm ein Papi, dass ihm das beim vorigen Kind passiert ist, wie toll das war und was er alles dabei gemacht hat. Damit waren der Bann gebrochen, und die Ängste meines Mannes endlich beruhigt!

Da im letzten Drittel der Schwangerschaft mein Muttermund schon 3 cm offen war, und die vorige Geburt so schnell ging, hatte ich die Befürchtung, dass diese hoffentlich besonders schöne Geburt zu schnell vorbei sein wird !

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Aber es kam doch anders ...

Um 3h in der Früh setzten die ersten Wehen ein und ich freute mich schon lange auf ein gemütliches entspannendes Eintauchen in der Badewanne. Gesagt, getan, ich ließ mir das Wasser ein und wollte untertauchen – aber siehe da, der Bauch war viel zu groß und ragte hauptsächlich über dem Wasserspiegel heraus! Welche Enttäuschung! (Auf Grund der sommerlichen Temperaturen hab ich nämlich bis dahin nur geduscht, nie gebadet!). Aber das konnte meine gute Stimmung nicht verderben, und ich kuschelte mich wieder zu meinem Mann ins Bett. Gegen 6 Uhr wurde die Hebamme verständigt, die Kinder schliefen noch, die Wehen waren auszuhalten.

Irgendwann gegen 8 Uhr morgens war endlich die Hebamme zur Stelle. Meine Mutter war auch schon informiert und reiste an. Sie war für die Kinder und die Verpflegung zuständig.

Der Muttermund war bei 7-8 cm angelangt. Meine Töchter kugelten mit mir im Ehebett herum und ich freute mich noch, dass die Geburt nicht zu schnell voranging.

Allerdings kam dann eine leichte Ungeduld bei der Hebamme auf, da sich bis 10h nichts Nennenswertes veränderte. Sie hatte dann die Idee, meine Töchter mit der Oma auf einen sommerlichen Spaziergang zu schicken.

Das war anscheinend der Startschuss fürs Finale: Die Wehen wurden heftig, der Übergang zu den Presswehen leider nicht ganz eindeutig, ich hyperventilierte ein bisschen, mir wurde auch schwindelig. Aber mein Mann stützte mich gut im Rücken, irgendwann sagte die Hebamme, ich soll mal kurz das Köpfchen ertasten, das schon im Geburtskanal auftauchte und innerhalb von ein paar Minuten war Matthias geboren! Und alles ohne Schmerzmittel!

Er war anfangs ein bisschen blau, erholte sich aber rasch auf meinem Bauch und schaute mich erschöpft und zufrieden an! Immerhin hatte er doch einen Kilo mehr Geburtsgewicht als meine Mädels und der Kopf passte auch eher in der Kategorie „Riesenplutzer“. Gottseidank war alles in Ordnung mit ihm, auch kein Riss bei mir – das Stillen klappte gut, und die Nachgeburt – mit ein bisschen Unterstützung der Hebamme – war auch bald heraussen.

In der Zwischenzeit waren die Kinder mit meiner Mutter wieder zurück. Die „Große“ (zu dem Zeitpunkt 3 ½ Jahre) durfte mit Aufsicht der Hebamme den Bruder nach dem Baden wieder zu mir ins Bett bringen. Kurz danach ging ich duschen und verdrückte eine ordentliche Mittagsmahlzeit. Es wurden noch ein paar süße Familienfotos gemacht mit lauter strahlenden Gesichtern!

Müde, glücklich und zufrieden legte ich mich anschließend zusammen mit meinem Sohn zu einem ausgedehnten Mittagsschlaf nieder!

Und es ist alles genauso gekommen, wie ich es mir in meinen Wunschphantasien erträumt habe!

 

 
Geburtsbericht von Gabi König
 
 
 
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