Es war ein heißer Mai 2003 und ich hatte am 3. Juni Termin. Ich konnte es kaum mehr aushalten, die großen Kinder waren bei den Großeltern schwimmen und mein Mann und ich verbrachten die Zeit in Wien. Es zog am 1. Juni schon ein wenig herum und meine Hebamme, die ich diesmal mitnahm, meinte, ich solle einen Wehencocktail trinken.
Denn wenn es so weit ist, dann spricht es an und wenn mein Baby noch nicht will, bleibt es ohnedies noch gerne im Bauch.
Also nahmen wir beim Gasthof Amon, wo wir gerade essern waren, einen Orangensaft in der Bierflasche mit, denn der fehlte mir noch für den Cocktail. Ich trank ihn und - nichts passierte. Sonntag Abend ca. 20 Uhr leichte Wehen, aber nicht mehr.
Was dazu kam: Elisabeth, meine Hebamme, wußte, dass es bei drei Kindern sehr schnell gehen kann, deshalb kam sie einmal vorbei. Wir machten ein paar Schaukel
übungen, damit das Baby richtig ins Becken rutscht.
Weiter nur leichte Anzeichen. Elisabeth fuhr wieder, und ich ging schlafen, denn wer weiß, was auf mich zukommt. Gegen 5 Uhr wurde es stärker und Elisabeth kam wie der Blitz aus Niederösterreich angerauscht. Gemeinsam fuhren wir in die Privatklinik Döbling. Dort richteten wir uns ein und ich ging in die Geburtsbadewanne, denn es war mein großer Wunsch, diesmal dort zu entbinden.
Meine Frauenärztin kam ebenso und so verbrachten wir noch einige Stunden, ich im warmen Wasser und meine drei Beobachter. Ich konnte mich wunderbar entspannen und war sehr gut drauf. Elisabeth kontrollierte immer wieder die Herztöne. Ich entspannte mich fast zu stark und alle meinten, die Wehen ließen nach. Dem war aber nicht so. Mein Baby hatte es einfach nicht eilig. Um 11:31 Uhr am 2. Juni erblickte dann wirklich unser Felix das Licht der Welt im Wasser und dann gleich zu Mami. Ein Traumgefühl, das ich mein Leben lang nicht vergesse! Dann mußte er schnell raus, kurz absaugen und gleich an Mamas Busen. Das Trinken konnte er sofort und er war ein Prachtbaby mit stolzen 4310g.
Ich stillte ihn sechs Monate voll und dann noch bis zum 9. Monat ohne Probleme. Mein Tipp: Brust auch viel offen lassen und Sonnenstrahlen machen die Brustwarzen widerstandsfähig.
Es war eine tolle Geburt und so relaxt wie Felix von Anfang an war, so ist er auch noch jetzt: Felix, der Glückliche!
Geburtsbericht von Sabine Niederhuber |